Sektion – Kulturwissenschaftliche Border Studies

Die KWG-Sektion “Kulturwissenschaftliche Border Studies” hat sich am 26. und 27. März an der Viadrina Universität Frankfurt (Oder) getroffen. Thema des Workshops waren Entwicklungslinien der noch jungen kulturwissenschaftlich orientierten Grenzforschung. Diskutiert wurde in disem Zusammenhang das Verhältnis der angelsächsischen Cultural Studies zu den Kulturwissenschaften des deutschsprachigen Raums. Die Ergebnisse werden in einem Positionspapier veröffentlicht.

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Luxemburg – grenzüberschreitende Lebenswelten

Im soeben erschienenen Artikel untersuchen Wille und Roos inwiefern grenzüberschreitende Alltagsmobilität auch grenzüberschreitende Lebenswelten befördert. Dafür beleuchten sie die Entwicklung von sozialen Kontakten und die räumliche Organisation von Alltagspraktiken bei Grenzpendlern und Wohnmigranten. Der Beitrag gibt Einblicke in das Leben an der luxemburgischen Grenze, für das nationalstaatliche Gliederungen nachrangig und zugleich konstitutiv sind.

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Interview - Prostitutionsregulierung in Luxemburg

Prostitution und Sexarbeit waren auch historisch betrachtet stets Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Heike Mauer hat die Regulierung von Prostitution zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Luxemburg untersucht. Im Gespräch über ihr Buch berichtet die Politische Theoretikerin über interdisziplinäres Arbeiten und erklärt, über welche Techniken versucht wurde die Prostitution im Großherzogtum zu unterbinden.

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Vortrag - Infrastrukturen der Grenze

Grenzen bedürfen materieller und symbolischer Hervorbringungen. Die dafür genutzten Infrastrukturen bilden Ansatzpunkte, um bordering-Prozesse umfassend zu untersuchen. Hannes Krämer (Frankfurt/Oder) zeigt in seinem Vortrag am 22.02.2018, inwiefern Grenzraumforscher vom Infrastrukturbegriff profitieren können. Der Vortrag findet an der Uni Luxemburg in der Reihe “Atelier Bordertexturen” statt.

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Rezension – Spaces and Identities

Peter Ulrich bespricht das Buch „Spaces and Identities in Border Regions“ (2016) in der jüngsten Ausgabe von Pragmatics.Reviews. Der Politikwissenschaftler hebt den praxistheoretischen Ansatz als innovativen und potenten Zugang für die Weiterentwicklung der Border Studies hervor. Die interdisziplinäre Anthologie ist auf Deutsch (2014) und Englisch (2016) erschienen.

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Artikel – Identitäten und Grenzen

In seinem jüngsten Beitrag untersucht C. Wille die Bedeutung von nationalen Grenzen für räumliche Identitäten in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLux zeigt, dass nationale Grenzen in den Identifikations- und Identifizierungsvorgängen der Einwohner trotz grenzüberschreitender Verflechtungen eine wichtige Rolle spielen, aber nicht zwangsläufig als starre Ordnungskategorien. Der Beitrag ist in französischer und deutscher Sprache erschienen, zuletzt im Sammelband Frontières et représentations sociales (hrsg. Considère/Perrin).

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